Kommunikation

KOMMUNIKATION FÜR FRAUEN – 5 x AM FREITAG ABEND

20.03., 27.03., 24.04., 08.05. und 15.05.2020.

Lernen Sie, Ihre individuellen Stärken einzusetzen, selbstbewusst aufzutreten, ohne sich zu verbiegen und müheloser zu erreichen, was Sie sich vorstellen.
Sie erkennen Ihren Kommunikationsstil, gehen gekonnt mit Missverständnissen um und führen schwierige Gespräche ruhig und gelassen.
Im Vordergrund steht das praktische Bearbeiten von Situationen aus dem beruflichen Alltag. Sie gewinnen Klarheit, Stärke und Sicherheit in Ihrem persönlichen Kommunikationsverhalten.
Der Kurs ist bestens geeignet für weibliche Fach- und Führungskräfte, sowie Wiedereinsteigerinnen in den Beruf.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Anmeldung möglich ab Ende Januar 2020.
Bei Fragen vorab schreiben Sie eine E-Mail an christine@kiunke-coaching.de.

 

 

SMALL TALK – LEICHT UND LOCKER

Hier geht es um praktische Tipps und Tricks, mit denen Sie ein „kleines Gespräch“ mühelos beginnen, fortsetzen und beenden können. Sie bekommen viele Möglichkeiten, Situationen aus dem Alltag auszuprobieren und werden sehen: Einmal gelernt macht Small Talk richtig Spaß.

Anmeldung möglich ab Ende Januar 2020.

Bei Fragen vorab schreiben Sie eine E-Mail an christine@kiunke-coaching.de.

Das Vier-Ohren-Modell: 12 Punkte, die du wissen solltest

Für mich steht nicht im Vordergrund, dass du die komplette Theorie dazu auswendig kennst und aufsagen kannst. Viel wichtiger ist mir, dass du weißt, worum es geht und was dir das Modell im Alltag bringt.

Deshalb nenne ich dir die 12 Aspekte, die, meiner Erfahrung nach, bei dir auf jeden Fall hängen bleiben sollten.

7 Fakten

  1. Das „4-Ohren-Modell“ heißt auch Kommunikationsquadrat oder Nachrichtenquadrat.
  2. Es ist ein Modell aus der Kommunikationspsychologie und beschreibt die vier Seiten einer Nachricht.
  3. Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun hat es entwickelt. Er ist Jahrgang 1944 und lebt aktuell noch.
  4. Das Modell beschreibt, dass es bei einer Nachricht einen „Sender“ mit „vier Schnäbeln“ und einen „Empfänger“ mit „vier Ohren“ gibt.
  5. Beide werden jeweils auf vier Ebenen bzw. Seiten gleichzeitig wirksam: der Sachebene, der Selbstkundgabe, der Beziehungsseite und der Appellseite.
  6. Vermutlich das beliebteste Beispiel dazu ist die Frage: „Was ist das Grüne in der Suppe?“
  7. Wenn der Empfänger antwortet, wird er zum Sender (mit vier Schnäbeln) und der vormalige Sender wird zum Empfänger (mit vier Ohren).

2 Erkenntnisse

  1. Was ich sage, kann bei der anderen Person ganz anders ankommen / kann diese ganz anders auffassen, als ich es gesagt oder gemeint habe.
  2. Was ich höre, kann bei mir ganz anders ankommen / kann ich ganz anders auffassen, als es die andere Person gesagt oder gemeint hat.

3 Tipps

  1. Wenn du dir bei einer Nachricht nicht sicher bist, ob du sie richtig verstanden hast, kannst du das Gehörte in deinen Worten zusammenfassen: „Verstehe ich dich richtig, dass …“ oder „Meinst du damit, dass …“ etc.
  2. Oder du kannst zurückfragen: „Wie bitte?“, „Wie meinst du das?“, „Was heißt das?“ oder „Was verstehst du unter … ?“
  3. Wenn du noch mehr zu dem Thema wissen willst, kannst du auf der Institutsseite des Erfinders, Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun, alles zum Original-Vier-Ohren-Modell nachlesen. Es wird dort ausführlich und praxistauglich erklärt.

Wie ist deine Erfahrung mit dem Modell? Konntest du es schon erfolgreich einsetzen? Schreibe es mir, wenn du magst, in einem Kommentar. Im Voraus vielen Dank.

Vielleicht interessiert dich in dem Zusammenhang auch mein Blogartikel: Drei Beispiele – Wie Missverständnisse entstehen und was hilft.

Bild von thịnh nguyễn xuân auf Pixabay.

Drei Beispiele: Wie Missverständnisse entstehen und was hilft

Wir gehen oft davon aus, dass die Anderen die gleiche „Definition“ von Begrifflichkeiten oder den gleichen Standpunkt zu einem Thema haben wie wir selbst. Dem ist aber nicht immer so, wie meine kurzen Beispiele gleich zeigen werden.

Drei wichtige Erkenntnisse:

  1. Mag ein Begriff oder Thema noch so alltäglich, selbstverständlich oder banal sein: Mache dir klar, dass es dazu unterschiedliche Sichtweisen geben kann, die sich nicht mit deiner decken.
  2. Es ist wichtig, sich – immer wieder – zu vergewissern, ob wir vom Gleichen ausgehen oder über das Gleiche reden.
  3. Der Austausch darüber hilft, Missverständnisse aufzudecken und zu vermeiden.

Klopapier, Uhr und Handy – meine drei Beispiele

Beispiel 1: Rolle rückwärts

In einem Workshop geht es hoch her. Acht Frauen diskutieren und versuchen sich gegenseitig zu überzeugen, dass es genau so sein müsse und nicht andersherum.

Um zu verdeutlichen, wie Missverständnisse entstehen können, hatte ich mich mit einer Rolle Toilettenpapier vor die Gruppe gestellt. Die beiden Zeigefinger dienten links und rechts als Rollenhalter, einige Blätter waren abgerollt. Ich stand nur da und sagte nichts.

Fragende Blicke der Teilnehmerinnen. „Was wird das jetzt?“ fragte Jemand. „Keine Ahnung, eine Kunstinstallation vielleicht?“ Sie grübelten und rätselten eine ganze Weile, bis eine Frau meinte: „Ist doch egal, was das darstellen soll, sie hängt ja eh verkehrt herum.“

Nach einem kurzen Moment der Stille brach eben jene Diskussion los, die ich eingangs erwähnte. Wegen einer Papierrolle, die sich nach vorne oder, umgedreht, nach hinten abrollen lässt. Kaum eine hatte je darüber gesprochen und jede war davon ausgegangen, dass es „alle“ so machen würden wie sie selbst. (Eine gab zu, sie würde die Rolle auf fremden Toiletten umdrehen, wenn sie „verkehrt herum“ hängt. Doch das nur am Rand.)

Beispiel 2: Mittagszeit

Ich bespreche mit einer Kollegin, dass wir uns noch einmal wegen eines gemeinsamen Projektes zusammensetzen. „Ich komme morgen Mittag bei dir im Büro vorbei.“ sagt sie. „Alles klar!“ antworte ich ihr und freue mich auf die gemeinsame Arbeit.

Am nächsten Tag sehe ich zu, dass ich bis 12 Uhr mit meiner Arbeit fertig bin und warte auf meine Kollegin, die sicher jeden Moment kommt.

Es wird viertel nach 12*, halb 1, viertel vor 1 – keine Kollegin zu sehen. „Sie hat es wohl vergessen.“ denke ich. „Oder es ist ihr etwas dazwischengekommen. Oder sie steht im Stau. Doch wieso sagt sie dann nicht Bescheid?“

Langer Rede, kurzer Sinn: Sie kam um halb 2, was, im Gegensatz zu mir, ihrer Vorstellung von „Mittag“ entsprach.

Beispiel 3: Handy aus

Ein neuer Kurs an der VHS startet und wie immer bespreche ich mit den (hier 8) Teilnehmer*innen, wie wir miteinander umgehen wollen. Beim Thema „Handy“ meint Jemand ganz überzeugt: „Das brauchen wir nicht zu besprechen, das ist doch eh klar. Das Handy bleibt aus.“

Ich befrage jede einzelne Person und es kommen 8 verschiedene Meinungen dabei heraus. Von „Ist mir egal, ich habe kein Handy.“ über „Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wie ich mit meinem Handy umzugehen habe.“ bis zu einem Mitarbeiter des THW (Technisches Hilfswerk), der an diesem Samstag Bereitschaft hat und mit dem Handy auf „laut“ im Kurs sitzt. Das Erstaunen über die Vielfalt der Meinungen ist groß.

*So heißt es für mich als Münchnerin. Die Franken hier sagen „viertel 1“. Auch gut geeignet für Missverständnisse :-).

Bild von Holger Langmaier auf Pixabay.

Christine Kiunke
Bergstraße 5
91301 Forchheim

christine@kiunke-coaching.de
Telefon: 09191 / 62 19 05
Mobil:     01784 / 07 92 18

Scroll to Top